„Musik ist mein Lebenselexir.“

Zuhörerei: Notiz Nummer 13

Ines sitzt mir gegenüber in ihrem Rollstuhl. Wir sind in einem Büro im Produktwerk, gut auf Distanz, aus Schutz vor Corona. „Mit meinem Keyboard und dem Computer mache ich selber Musik.“, erzählt sie mir. „Ich habe mir alles selber beigebracht. Dazu benutze ich ein Musikprogramm «Reason 10». Mein Freund und ich tüfteln gerne in unseren Musiksachen herum. Wenn «funky Friday» angesagt ist in der Kulti Wetzikon, rocke ich mit meinem Handrollstuhl die Tanzfläche. Da geht’s ab“, lacht sie. Ines kann von Geburt an nicht laufen. „Ich kann alleine wohnen, bin selbständig, habe eine Eineinhalb-Zimmerwohnung. Das macht mich sehr glücklich. In der Montage hier im Produktwerk setze ich Lampen zusammen. Auch mache ich  K-LUMETS, die ökologischen Feueranzünder «made in Uster». Ich brauche eine Tagesstruktur, klare Arbeitsabläufe. Ich habe gute Freundschaften. Im Sommer schwimme ich gerne im Greifensee. Meine Freunde tragen mich ins Wasser.“

Lena Estermann, notiert in der Zuhörerei im Produktwerk vom Werkheim

Junge FRau im Rollstuhl sitzt am Tisch der Zuhörerei im Produktwerk des Werkheims.
Ines am Tisch der Zuhörerei. Sie liebt Musik, Tanzen und das Schwimmen im Greifensee.
Musik von Ines